Ein Höhepunkt des Clubjahres ist die Verleihung des Elisabeth-Norgall-Preises in Gedenken an die Gründerin des Clubs. Er wird alljährlich im März an eine auszuzeichnende Frau verliehen, die sich besonders für die Belange und Probleme der Frauen einsetzt. Ihre Tätigkeit kann sich in Deutschland oder auch im Ausland entfalten.
Seit der Verleihung des Preises sollen sowohl die Völkerverständigung als auch die Stärkung und Festigung der Rechte der Frauen gefördert werden. Seit 1978 wird der Preis im jährlichen Wechsel an eine Deutsche und eine Ausländerin verliehen. Der Preis besteht aus einer Medaille und einer Geldsumme und wird im Rahmen einer festlichen Veranstaltung vergeben. Die Verleihung findet nicht nur besonderen Anklang bei den IWC-Mitgliedern, sondern auch großes Interesse bei den Medien, die ausführlich über die Preisträgerin und ihren Einsatz berichten.


Elisabeth-Norgall-Preis 2017: Virginia Wangare-Greiner

Virginia Wangare-Greiner ist Mitbegründerin des Vereins Maisha e.V. in Frankfurt am Main, eine Selbsthilfeorganisation afrikanischer Frauen in Deutschland, die 1996 registriert wurde.

norgallpreis2017 wangare-greinerPreisträgerin 2017:
Virginia Wangare-Greiner
Virginia wurde in Eldoret, Kenia, geboren, wo sie bereits Erfahrungen mit der Arbeit mit benachteiligten Mädchen hatte. Sie ist eine Großmutter und ihre Kinder leben in verschiedenen Teilen der Welt.
Mit dem Verein Maisha e.V. will unsere Preisträgerin die Selbständigkeit und die Integration der afrikanischen Frauen fördern. Sie koordiniert z.B. einen Catering-Service mit afrikanischen Frauen für Kunden um Frankfurt herum. Nähkurse, Strick- und Deutschunterricht werden gegeben, um den Frauen die Möglichkeit zu schaffen, finanziell selbstständig zu sein.

Das Konzept ist es, sich gegenseitig zu einem stolzen und aktiven Teil der deutschen Gesellschaft zu befähigen, aber gleichzeitig die eigene Kultur zu bewahren.
Maisha versucht, Geld in kleinen Unternehmen für Frauen zu investieren, damit sie Einkommen generieren und finanziell selbständig werden können. Nebenwirkung ist, dass die Frauen nicht zu Hause bleiben in Isolation und Depression, aber sie haben etwas zu tun und gewinnen dadurch Selbstvertrauen.
Zusätzlich hilft Frau Wangare afrikanischen Frauen, die in Deutschland kein Bleiberecht erhalten werden, sich in ihrer Heimat, dank Mikrokrediten, eine Existenz aufzubauen. Verschiedene Projekte laufen in Afrika.
In der Zwischenzeit, berät Maisha e.V. auch Migrantinnen und ihre Familien in Frankfurt über Gesundheitsthemen in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde der Stadt Frankfurt a.M.
Darüber hinaus unterstützt ihre tägliche Arbeit als Sozialarbeiterin, die Familienrechte von Migrantenfrauen und afrikanischen Familien in Deutschland.
Auf nationaler Ebene ist Virginia Wangare-Greiner seit vielen Jahren Mitglied des Integrationsrates der Bundesregierung und des Landes Hessen sowie Mitbegründerin und Vorsitzende des Europäischen Netzes der Migrantinnen (ENoMW) und befürwortet die Gleichberechtigung von Migrantenfrauen.
Auf internationaler Ebene ist Virginia Wangare an der Arbeit über die Rechte von Migrantenfrauen in verschiedenen Bereichen beteiligt und sie ist präsent in verschiedenen Organisationen in Europa.
Dank ihres Einsatzes bei Maisha war sie auch an der ersten Forschung über die Situation der Afrikaner in Deutschland beteiligt, die von einem Forscher an der Birmingham University unternommen wurde.

Unsere Preisträgerin war einer der Vorstandsmitglieder bei der Gründung verschiedener Organisationen, insbesondere der afrikanischen Diaspora in Europa (ADE) und in Brüssel, dem Europäischen Netzwerk der Migrantinnen. Sie ist auch einer der drei Vorsitzende der Deutschen Nationalen Plattform der Migrantenfrauen DaMigra und ist derzeit Vorsitzende und Sprecherin von INTEGRA .

Sie ist Schriftstellerin, Dichterin und Forscherin.

www.maisha.org

Norgall-Award-Committee 2016/2017:
Chairperson 1.Vice President Béatrice Portoff

Über die Preisträgerinnen seit 2006 können Sie sich im Menü rechts informieren.

Preisträgerinnen vor 2006:

2005 Aicha Ech-Channa (MA)
2004 Margarete von der Borch (D)
2003 Brigitte Pleyer (A)
2002 Sybille Schnehage (D)
2001 Anne Wanjugu (Kenia)
2000 Sabriye Tenberken (D)
1999 Dr. h.c. Gertrud Bärtschi (CH)
1998 Jutta W. Thomasius (D)
1997 Donka Paprikova (BG)
1996 Wera Röttgering (D)
1995 Diana Morales (PE)
1994 Maria von Welser (D)
1993 Aicha Belarbi Alaoui (MA)
1992 Dr. Kerstin Schön (D)
1991 Dr. Zahira H. Abdin (ET)
1990 Monika Ceglarz (D)
1989 Nevâl Gültekin (TR)
1988 Liesel Christ (D)
1987 Sr.Maria do Divino Redentor (P)
1986 Charlotte Hesser (D)
1985 Dr. Anitra Karsten (SF)
1984 Ursula Schmidt (D)
1983 Dr. Krystyna Graef (PL)
1982 Brigitte Pross (D)
1981 Prinzessin Margaret von Hessen und bei Rhein (GB)
1980 Pia Näbauer (D)
1979 Maci MacCormack (USA)
1978 Rosemarie Wolf-Almanasreh (D)